Den Blick verändern.

Für meine Tochter

Es war einmal eine Frau. Sie hatte als Mädchen gelernt, fleißig zu sein. Das brachte ihr gute Noten in der Schule und die Anerkennung ihrer Eltern zu Hause. Sie war stolz darauf, wenn andere sie lobten. So suchte sie nach immer mehr Möglichkeiten, zu gefallen. 

Sie profilierte sich im Beruf, wo sie es sich zum Ziel setzte – wie auch in der Schule – alle Aufgaben mit Sternchen zu erledigen. Sie suchte regelrecht nach weiteren Aufgaben, um zu beeindrucken.

Auch zu Hause war sie tüchtig. Sie führte einen perfekten Haushalt, kümmerte sich um den Garten und sorgte immer dafür, dass vor dem Haus (rechtzeitig!) das Unkraut gejätet wurde. Auch als Ehefrau und Mutter gab sie alles, um perfekt zu sein. Die Gesamtleistung konnte sich im Bilderbuch ihres Lebens sehen lassen. Sogar ihre Schwiegereltern waren stolz auf das, was sie stemmte. Doch irgendwie wuchs mit der Zeit im Inneren dieser Frau eine Unzufriedenheit. Eine Leere. So perfekt ihr Leben auch war… irgendetwas fehlte. Sie sehnte sich nach der Zeit zurück, als sie mit ihren Freundinnen ausgelassen im Heu toben konnte. Sie sehnte sich danach, sich noch einmal so frei und glücklich zu fühlen!

„Nein! Das geht nicht mehr!“ dachte sie. „Das war als Kind möglich, aber als erwachsene Frau trage ich die Verantwortung für das, was ich mir aufgebaut habe. Und zu dieser Verantwortung gehört kein kindisches Herumalbern! Und außerdem bleibt mir dafür keine Zeit! Wie sollte ich das denn noch unterbringen?!“

Ihre Tochter lebte ihr aber mittlerweile diese Freude vor, die sie so schmerzlich vermisste. Dadurch wurde die Frau immer trauriger. So traurig, dass es ihr schließlich nicht mehr gelang, die Zeit mit ihrer Tochter zu genießen. Das war der Auslöser für sie, etwas verändern zu wollen. Sie tat es nicht für sich, sondern für ihre Tochter! Sie suchte sich Hilfe. Eine weise Frau begleitete sie darin, zu erkennen, dass die Freude im Leben nicht durch die Bestätigung im Außen kommt, sondern davon, nach seinen eigenen Sternen zu greifen.

Es war ein sehr mühsamer Weg, ihre Ängste zu überwinden und ihr Leben umzugestalten. Vor allem, weil es bedeutete, dass sie sich um sich selbst kümmern sollte. Es fiel ihr sehr schwer, zu sich zu stehen, bedeutete das doch, nicht immer im Außen perfekt sein zu können und zu gefallen… Doch für ihre Tochter war ihr kein Weg zu steinig. Am Ende des Weges hat sie zu sich gefunden. Zu ihrer Lebensfreude. Und sie ist unendlich froh, diesen Weg gegangen zu sein.

Diese Frau bin ich. Und ich bin so unglaublich dankbar für diese Wandlung, dass ich es mir zur Herzensangelegenheit gemacht habe, auch anderen Frauen zu helfen, zu sich zu finden. Das Leben hat viel zu viel Schönes zu bieten als Arbeit und Bilderbuchdasein. Das Leben ist zum Anfassen, Fühlen, Schmecken, Riechen und Genießen da!

Vergesst das schlechte Gewissen, vergesst eure To-Do Liste, legt euren Perfektionismus ab, hört auf zu funktionieren und fangt an zu Leben! Wenn ihr es nicht für euch tun könnt, denkt an eure Kinder: Möchtet ihr, dass sie es später im Leben genauso schwer haben wie du? Oder möchtest du ihnen Vorleben, was es bedeutet, das Leben zu genießen?

Weiter Infos zu meiner Unterstützung findest du hier: https://alice-ebel.de/mein-angebot

© 2018 Alice Ebel - Design with ♥ by formconcept
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen