Den Blick verändern.

Loslassen können

Ich habe gestern einen Zahn gezogen bekommen. Einen Zahn, der mir schon seit Jahren Probleme bereitet hat, aber Ärzte der Meinung waren, dass er völlig gesund sei und die Probleme nur an meinem stressbedingten Zähneknirschen liegen würden.

Schlussendlich lag das Problem darin, dass der Zahn von vorne bis hinten gerissen war. Wie lange er schon da war, kann man nur spekulieren… Ich möchte mich hier nicht in Schuldzuweisungen wegen mangelnder ärztlicher Sorgfalt üben. Den Riss konnte man auf dem Röntgenbild nicht erkennen. Vielmehr mache ich mir Gedanken über die Symbolik dessen und auch, wie ich damit umgehen möchte: Die Zahnschmerzen gipfelten just in meinem Heimaturlaub bei meinen Eltern in Südafrika. Die Herbstferien habe ich dort mit meiner Tochter und meinem Partner dort verbracht.

Bildlich verglichen mit dem Zahn, fühlte ich mich zerrissen und wollte es allen Recht machen. Ich hatte das Gefühl, keinem wirklich so viel Aufmerksamkeit schenken zu können, wie es unserer jeweiligen Beziehung gut getan hätte. So pendelte ich zwischen meinen Eltern, meiner Tochter und meinem Partner hin und her. Für mich selbst nahm ich gar keine Zeit mehr raus und sagte mir im Stillen: „Es sind nur zwei Wochen. Danach bist du wieder dran.“ Doch mein Körper war offensichtlich anderer Meinung und forderte sich die Auszeit, die mir gut tun würde. Durch die enormen Zahnschmerzen zog ich mich zurück und konnte schlicht nicht mehr alles bewältigen. Dann erst achtete ich darauf, dass es MIR gut ging. Ich ließ die Ansprüche an mich los.

Wie oft erleben wir es im Alltag, dass wir unsere eigenen Interessen zurück stecken und uns um andere kümmern? Eigentlich viel zu oft.

Auch wenn ich in den letzten Jahren viel dazu gelernt habe und immer stärker auf mich Acht gebe, merke ich immer wieder, wie ich (zu viele) Kompromisse eingehe.Kompromisse sind auch wichtig, wenn man in einer Gemeinschaft wohnt, doch ist es auch unheimlich wichtig, auf seine eigenen Belange Rücksicht zu nehmen – auch wenn man dadurch in der Gemeinschaft aneckt.

Es sollte nicht so weit kommen, dass der Körper einem den Weg weist. Mit Achtsamkeit nach den eigenen Bedürfnissen und wertschätzender Kommunikation kann man schon einiges für sich in die richtige Bahnen lenken – sofern man sich selbst als wertvollen Menschen annimmt, der es verdient, es sich gut gehen zu lassen. Eine Portion Mut, den eigenen Weg zu gehen, gehört auch mit dazu.

Gerne unterstütze ich dich auch dabei, deinen Weg zu finden und zu gehen – auch wenn ich selbst ab und zu noch stolpere…

 

Weiter Infos zu meiner Unterstützung findest du hier: https://www.facebook.com/BeratungEbel/

Falls du dich mit Gleichgesinnten arbeitenden Müttern zu diesem Thema austauschen möchtest, komm gerne in meine geschlossene Gruppe: https://www.facebook.com/groups/DenSpagatMeistern/

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