Den Blick verändern.

Welches Vorbild möchtest du deinen Kindern sein?

Kinder lernen am besten von Vorbildern. In den ersten Jahren nehmen sie ungefiltert alles auf, was ihnen ihre Eltern vorleben. Wir sind die Größten für sie und sie richten sich danach, was wir tun. Doch wie oft überprüfen wir unser eigenes Verhalten und hinterfragen, ob das, was wir ihnen so mit auf den Weg geben, auch wirklich gut ist?

Ich möchte hier nicht zur Selbstkritik anstacheln, aber ich weiß von mir selbst, dass ich ein paar Schwachstellen habe, mit denen ich mir hin und wieder selbst im Weg stehe. An einigen habe ich bereits gearbeitet, doch manche machen sich immer wieder mal bemerkbar. So war mir lange Zeit die Meinung anderer unheimlich wichtig. Ich wollte Lob und Anerkennung erfahren und habe mich dafür oft verbogen und schier abgemüht. Im Detail bedeutete das:

  • viele Überstunden, um meine Kompetenz zu beweisen und Karriere zu machen
  • versucht, meiner Tochter alle Wünsche zu erfüllen, obwohl ich nicht unbedingt gerade Lust dazu hatte und auch mal Zeit für mich genießen wollte
  • einen perfekten Haushalt geführt, damit ich das Bild einer arbeitenden Mutter, die alles spielend leicht gemeistert bekommt, abgeben konnte
  • oft Freundschaftsdienste geleistet habe, obwohl ich selbst manchmal am Ende meiner Kräfte war

Bei meiner Tochter ist mir wichtig, dass sie ein gesundes Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein hat. Sie ist unheimlich ehrgeizig, setzt sich hohe Maßstäbe und macht sich das Leben schwer, wenn etwas nicht so läuft, wie sie es sich vorstellt. Ja, hierfür darf ich mir selbst an die Nase fassen…

Einerseits ist es schön, wenn ich mich in sie hinein versetzen kann, weil ich es so gut nachvollziehen kann. Andererseits ist es frustrierend, wenn das gute Zureden wenig fruchtet. Vielmehr kann ich ihr helfen, indem ich ihr vorlebe, wie man auch anders mit den Situationen umgehen kann. Dass man Fehlschläge mit Humor hinnehmen kann oder auch die Messlatte etwas niedriger hängen darf. Wir sind durchaus wertvolle Menschen, auch wenn wir nicht perfekt sind! Und vor allem macht das Leben um einiges mehr Spaß, wenn wir nicht versuchen, den positiven Superlativen hinterher zu jagen und uns mehr um unser eigenes Wohl kümmern.

Wie sieht das bei dir aus? Kennst du deine Fallstricke, mit denen du dir das Leben schwer machst? Lebst du dies auch deinen Kindern vor? Mich hat es anfangs motiviert, mich wegen meiner Tochter zu verändern. Ihr ein besseres Vorbild zu sein spornte mich an. Inzwischen stehe ich dazu, es mir selbst wert zu sein, mehr auf mich und meine Bedürfnisse zu achten.

Wenn auch du etwas für dich ändern möchtest, stehe ich dir gerne helfend zur Seite. Weitere Infos zu meiner Unterstützung findest du hier: https://www.facebook.com/BeratungEbel/

Falls du dich mit Gleichgesinnten arbeitenden Müttern zu diesem Thema austauschen möchtest, komm gerne in meine geschlossene Gruppe: https://www.facebook.com/groups/DenSpagatMeistern/

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