Den Blick verändern.

Das Leben ein Tanz?

Früher habe ich leidenschaftlich gerne getanzt. Das lag vielleicht auch daran, dass ich eine ganze Zeit lang einen tollen Tanzpartner hatte, denn aus mein Partner aus der Tanzschule wurde schlussendlich mein Freund, mit dem ich über vier Jahre durchs Leben glitt.

Aber was fiel es mir oft schwer, die Führung beim Tanzen abzugeben! Vor allem, wenn ich mal einen Tanzpartner hatte, der mich nicht so selbstbewusst oder galant über die Tanzfläche führte. Dann machte ich oft, was ich wollte – was aber meist in einer Katastrophe endete, da der Mann zwei linke Füße hatte und nicht nachkam…

Zumindest war das damals meine Interpretation. Ich kam nicht auf die Idee meinen Führungsstil zu hinterfragen, sondern kategorisierte diesen Tanzpartner als Nichttänzer ein und versuchte ihn zu meiden, da es einfach nicht so viel Spaß machte, mit ihm zu tanzen.

Bei meinem Freund war es anders: Wir wussten gegenseitig, was wir wollten und teilten uns die Aufgabe des Führens, ohne uns in die Quere zu kommen. Wir lebten quasi unsere gleichberechtigte Partnerschaft auch auf der Tanzfläche ;-) Erst Jahre später habe ich erfahren, wie toll es ist, wenn man wirklich die Kontrolle abgeben und sich als Frau beim Tanz führen lassen kann. Wenn man das Vertrauen entwickelt, in guten Händen zu sein und einfach nur genießen kann – egal, wo der nächste Schritt hin geht.

Ich sehe da gewisse Parallelen zu meinem Leben: Oft wollte ich die Kontrolle über alles behalten und konnte nichts abgeben; sicher in der Überzeugung: Wenn ICH es mache, dann weiß ich, dass es richtig gemacht wird. Das eigene Leben in der Hand zu haben – die volle Verantwortung zu übernehmen – tat jedoch nur bedingt gut. Denn es war ungemein anstrengend! Ich war dauernd auf der Hut, alles im Blick haben zu müssen und bedachte stets den nächsten Schritt, damit mir keiner auf den Fuß tritt.

Doch habe ich in einem Seminar mal gelernt, wie es ist, sich dem Leben anzuvertrauen und alles auf sich zukommen zu lassen. Dann passieren die tollsten Sachen. „Zufälle“ ergeben sich und es wird plötzlich leicht und Herzenswünsche werden wahr. Vorausgesetzt (es gibt ja immer einen Haken!)…. man ist in der Lage, die Kontrolle abzugeben und sich führen zu lassen. Genau, wie beim Tanzen.

Boah! Was fällt mir das immer wieder schwer! Doch habe ich erfahren, wie toll es sein kann. Meine alten Muster sterben langsam – aber stetig.

Und ich freue mich immer wieder darüber, wenn ich es geschafft habe, wieder ein Stück mehr in das Leben zu vertrauen. Darin zu vertrauen, dass es mir das für mich Richtige bringen wird – sofern ich wirklich bereit dazu bin und nicht mit meiner Angst gegen Windmühlen ankämpfe. Denn genau darum geht es: Die Angst abzubauen, dass man selbst nicht mehr die Zügel in der Hand hat und sich führen lässt. Genau wie im Tanz. Daher hängt bei mir im Flur ein Satz, der mich stets daran erinnern soll: Das Leben ist ein leidenschaftlicher Tanz. Ich lasse mich führen und genieße.

Wenn auch du lernen möchtest, die Kontrolle über dein Leben zu lockern und Leidenschaft aufleben zu lassen, findest du Infos zu meiner Unterstützung hier auf meiner Webseite oder auf Facebook unter: https://www.facebook.com/BeratungEbel/

Falls du dich mit gleichgesinnten arbeitenden Müttern austauschen möchtest, komm gerne in meine geschlossene Gruppe auf Facebook: https://www.facebook.com/groups/DenSpagatMeistern/

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