Den Blick verändern.

Blutiger Ehrgeiz

Ich habe noch nie (!) im Schlafanzug bereits am Schreibtisch gesessen, doch wollen diese Zeilen geschrieben werden, während die Eindrücke noch frisch sind. Ein Traum hat mich die Nacht wach gerüttelt. Im doppelten Sinne.

Es handelte sich um eine Rallye, wo Teams darum kämpften, als schnellste ans Ziel zu gelangen. Mein Team lag sehr weit vorne und es galt „nur noch“ mit einer Seilrutsche über einen Wassergraben zu gleiten. Einer von uns hatte es schon geschafft. Dann war ich dran.

Die Seilrolle (oder wie das Teil auch heißt, auf das man sich setzt und rutscht) musste vom gegenüberliegenden Ufer bergauf geschwungen und von mir wieder aufgefangen werden, bevor ich sie benutzen konnte. Zwar gab es einen langen Stock mit Haken dran, den ich mir zu Nutzen machen konnte, doch war es (für mich) einfacher, zu versuchen, es mit der Hand zu erwischen.

Schwierig an der Sache war nur, dass die Seilrolle mit messerscharfen Draht umwickelt war. Durch meinen Ehrgeiz, uns ans Ziel zu bringen, nahm ich es aber auf mich, diesen Draht mit bloßen Händen zu packen. Als nächstes – um möglichst viel Schwung zu bekommen – wollte ich die Feder der Seilrutsche spannen. Ein sehr hartes Unterfangen für das ich viel Kraft aufwendete.

Der Draht wickelte sich um mein Fußgelenk, um meine Taille und um meinen Kopf und ich zog und zog daran, nicht merkend, wie tief er in mein Fleisch schnitt. Ich dachte nur, dass die größere Fläche evtl. wie ein Flaschenzug helfen könnte… Der Ehrgeiz machte mich taub gegen die Schmerzen.

Erst als andere mich darauf hinwiesen, erkannte ich, welchen Schaden ich mir selbst zufügte. Das Blut floss in Strömen… …und ich wachte auf.

Warum ist es mir wichtig, diesen Traum mit der Welt zu teilen? Egal wie sehr ich an mein Ziel kommen möchte: Nichts auf der Welt rechtfertigt es, dass ich mir selbst Schaden zufüge. Das Leben ist ein Spiel – ja, auch manchmal ein Wettkampf. Doch sollten wir dies auch als solches betrachten. Und keiner käme im Spiel auf die Idee, sich selbst zu verletzen, um ans Ziel zu gelangen. Es sollte Spaß machen; uns Freude bereiten.

Doch wie oft passiert es uns im Alltag, dass wir:

  • Die Zähne zusammenbeißen und durchhalten
  • Uns mit „Augen zu und durch“ gut zureden
  • Unangenehmes in Kauf nehmen
  • Uns unter Druck setzen
  • Uns hetzen
  • Selbstkritisch sind

Ich kenne das nur zu gut! Einiges habe ich bereits abschütteln können, doch merke ich immer wieder, wie ich mir das Leben selbst durch meinen Ehrgeiz erschwere. Dabei ist das keineswegs nötig! Wir dürfen die Reise genießen und uns für die leichten Wege entscheiden. Es stehen uns genug Hilfsmittel zur Verfügung, wenn wir uns erlauben, uns umzusehen. Kommen wir in die Ruhe, erkennen wir den (leichteren) Weg, den wir genießen dürfen.

Ich wurde erneut wachgerüttelt und gelobe mir: Ja, es darf leicht sein und Spaß machen, meine Ziele zu erreichen. Das Leid hat ein Ende!

 

Auf meinem Weg habe ich mir schon einige Steine aus dem Weg geräumt, die ich mir selbst hingelegt habe (alte Muster, Glaubenssätze, Ängste…). Auch wenn noch nicht alle weg sind, so weiß ich inzwischen, worauf es ankommt, sie zu erkennen und wie man sie beseitigt. Gerne helfe ich auch dir dabei, deinen Weg zu ebnen. Infos zu meiner Unterstützung findest du hier auf meiner Webseite oder auf Facebook: https://www.facebook.com/BeratungEbel/

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