Den Blick verändern.

Mein altes Ego und mein neues Ich

… oder mein Entzug aus der Perfektionismus-Falle und des Es-Allen-Recht-Machen-Wollens

Früher definierte ich mich über meine Arbeit. Vor der Geburt meiner Tochter arbeitete ich gut und gern 10-12 Stunden und war stolz darauf, wenn ich kaputt zu Hause ankam und kaum noch etwas vom Tag übrig blieb. Ich war in meinem Perfektionismus gefangen und darin, es allen Recht machen zu wollen.In meinem Kopf spukten Sätze herum wie:

  • Sei perfekt, damit keiner einen Grund zum Kritisieren hat!
  • Tue alles, um es den anderen recht zu machen!
  • Sei fleißig!
  • Beweise es dir und den anderen!
  • Lass dir deine Überforderung nicht anmerken. Beiß die Zähne zusammen!
  • Die To-Do-Liste muss zu 100% abgearbeitet werden!
  • Was denken die anderen nur, wenn ich nicht rechtzeitig liefern kann?
  • Nutze die Pause, um noch eine Aufgabe rein zu quetschen!
  • Ich muss es alleine schaffen!
  • Ich darf keine Schwächen zeigen!

Wenn ich mein mir selbst auferlegtes Soll nicht erreichte, machte ich mir Vorwürfe, hatte ein schlechtes Gewissen und konnte nachts nicht schlafen. Und so kam es, dass ich mich zunehmend über meine Arbeit definierte und wenig andere Freuden im Leben hatte. Zu Hause kam ich mir oft leer vor, lenkte mich gerne vor dem Fernseher von dieser Leere ab oder suchte anderen Ersatz, wo ich meinem Perfektionismus frönen konnte.

Als meine Tochter geboren wurde, konnte ich mir nicht vorstellen, ein Jahr zu Hause zu bleiben und mich von meiner Identität (Arbeit) zu entfernen. Und so ging ich bereits nach dem Mutterschutz wieder 30 h/Woche arbeiten, obwohl ich stillte. Dies ist eine Entscheidung, die ich definitiv NIE wieder so machen würde, aber das absolut stressvolle Jahr war schlussendlich Auslöser dafür, mein Leben grundlegend zu verändern.

Es war ein Tiefpunkt, der bei mir eine Wandlung auslöste.

Heute, nach gut sieben Jahren, bin ich ein anderer Mensch. Ich habe gelernt mich selbst wert zu schätzen und auf meine innere Stimme zu hören. Das Thema „Langeweile“ zu Hause kenne ich jetzt nur noch aus dem Munde meiner Tochter ;-). Ich habe erkannt, dass das Leben so viel Schönes zu bieten hat und ich bin unheimlich dankbar für diese Vielfalt an Möglichkeiten. Ich habe die Verantwortung übernommen, mir mein Leben bewusst und bunt zu gestalten und genieße den Weg der weiteren Selbstbestimmung und Selbstentfaltung. Für die Begleitung auf meinem Weg bin ich unendlich dankbar. Hilfreiche Coaches und liebevolle Menschen halfen mir dorthin, wo ich heute stehe. Ohne sie hätte ich es wohl nicht geschafft.

Eben diese Geschichte motiviert mich nun, auch anderen zu verhelfen, aus ihrem Hamsterrad auszusteigen, mit gutem Gewissen mehr Zeit für sich zu nehmen und das Leben in vollen Zügen genießen zu können.

Gerne helfe ich auch dir.

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